Durch Kommunikation wird ein alltägliches Stück "Müll" in ein begehrtes Objekt transformiert. Die Verschlusslasche der Innenmembran von Getränkekartons wird nicht mehr in den Abfall geworfen. Als "Milchring" wird sie gesammelt. Viele Menschen sammeln Milchringe für milchring und bilden ein Netzwerk. Durch ihr Handeln / Sammeln gestalten sie "soziales Plastik". Die Milchringe sind materialisierte Kommunikation. Ihre Existenz ist Zeugnis für den Ablauf der Vorgänge "Senden" und "Empfangen" als allgemeine Vorraussetzungen zur Entstehung eines Netzwerks.
milchring sendet das Konzept der Transformation und empfängt Milchringe. Die Person als SammlerIn empfängt das Konzept, sendet Milchringe, erzählt darüber weiteren Menschen. Diese sammeln und kommunizieren ebenfalls, das Netzwerk und die Menge der Milchringe wächst. Die Milchringe senden die Botschaft über die Existenz der Sammlerin bzw. des Sammlers.
milchring bezeichnet als "Label" die im weiteren Transformationsprozess entstehenden Werke. Accessoires, Workshops, temporäre Installationen, Schmuckkunst, Skulpturen, Mode, Filme, Spiele, Spielzeug, Literatur und Designgegenstände… Jedes Werk vermittelt die Botschaft von milchring auf seine eigene Art und Weise.
Bild 1-3: Milchringworkshop im Schikaneder (2011), Verdichtungen im Kommunikations und Transformationsprozess. Direkter
Kontakt mit der Materie ermöglicht den TeilnehmerInnen einen tieferen
Einblick in das Phänomen Milchring. Durch ihre Mitwirkung werden die
TeilnehmerInnen des Workshops selbst Teil der "sozialen Skulptur".
Bild 1: Installation "Herz" (2009)
Bild 2: Motiv Herzpostkarte (seit 2009), Die der Masse Milchringe als Inspiration für fotografische Arbeiten.
Bild 1-3: Fotoserie "Milchring in the Street" (seit 2008), Das spontane Werk von "anonymen Künstlern" im öffentlichen Raum. Der einzelne Milchring als Objekt im urbanen Kontext.
Fotograf: Stephan Kögl
Bild 01: Transformation durch Zertifizierung, Limitierung und Signatur -
"Communicator" ist ein zertifiziertes Schmuckstück. Er durchlief
erfolgreich die Untersuchungen des - OJQC ÄDELLABOffice
for Jewellery Quality Control - in der V&V Galerie für
Schmuckkunst Wien. Durch Signatur und limitierte Auflage wird er zum
Kunstgegenstand. (2011)
Bild 02: Verwendung von Milchringen als Rohmaterial.
Armband "Diplomatie", Milchringe aus Österreich und Deutschland in engster Zusammenarbeit. (2010)
Bild 03: Transformation durch "Verzierung" der Milchringe mit zusätzlichen Materialien.
"Kombinationen" , die verzierten Milchringe können einzeln als Fingerring, im Knopfloch, als Ohrring oder im Armband getragen werden. (2011), zusammen mit: Marjorie Anastasio Ferrolino
Das Material des Milchrings ist ebenfalls Gegenstand des Transformationsprozesses.
Bild 01: Armband "luxury please" (2010), Plastik galvanisiert, Oberfläche Gold - Der Milchring bleibt erkennbar, durch das neue Erscheinungsbild wird mit
Frage nach dem "Wert" eines Schmuckstückes gespielt…
Bild 02: Ring "silber" (2010), Milchring aus reinem Silber.
Die Form der Plastiklasche wurde übernommen, das Material komplett ausgetauscht, zusammen mit: Michaela Koller, michaelakoller.com
Bild 1-3: "Medusa" (2010), Akkumulation von Milchringen auf Gebrauchsgegenstand
Bild 1-3: "neulich am Kühlregal" (2009), Milchring als Thema literarischer Abhandlungen...
Bild 01: milchring Buch (2008), Milchringe als funktionales Element der Buchbindung, Idee und Umsetzung: Regina Hölzl
Bild 02: Prototyp des milchring Lounge Chair (seit 2010), Milchring im Kontext der Transformation des Maßstabs, zusammen mit: Maik Perfahl - mostlikely.at